Energie

Die Energiefrage von heute gehört zu den wichtigsten Themen im Umweltschutz. Einerseits gibt es die "billigeren", "bösen" fossilen Energieträger, wie Erdöl, -gas und Kohle, andererseits die "teureren", "guten" regenerativen Energieträger wie Wind- oder Solarenergie und Biokraftstoff. Fossile Energieträger sind seit dem Beginn der Industrialisierung vor etwas mehr als 100 Jahren ganz nach oben auf der Liste der wichtigsten Rohstoffen gelandet.

Erst spät bemerkte man, dass sie auch ganz oben auf der Liste der größten Umweltverschmutzungsursachen sitzten. Bei der Freisetzung der Energie aus Kohle entstehen CO2-Emissionen, die die globale Erwärmung weiter antreiben. Benzin, dessen Basisrohstoff Erdöl (Rohöl) ist, emittiert bei seinem Verbrauch ebenso CO2. Die regenerativen Energien Wind und Sonne sind dabei wesentlich umweltfreundlicher und verursachen nur in der Produktion der Kraftwerke Emissionen. Danach laufen sie sauber weiter.
Ein weiteres Problem ist, dass fossile Energieträger nicht unendlich auf der Erde vorhanden sind. Die Erdölreserven neigen sich anscheinend dem Ende zu und zur Zeit gibt es noch nicht die nötigen technischen Mittel um unerschlossene Ressourcen zu erreichen. Da die globale Wirtschaft und wir Menschen sehr stark von der Energieversorgung abhängig sind, wäre es vermutlich eine Katastrophe, wenn die Energieversorgung, die zu einem Großteil noch auf fossilen Energieträgern basiert, zusammenbrechen würde. So ein Chaos würde mit Wind- und Solarenergie eher nicht entstehen, da Wind und Sonne regenerativ, also stets vorhanden, sind. Probleme, die Kritiker der regenerativen Energie sehen, beschränken sich oftmals auf Ästhetik, sprich, dass Windräder die Landschaft verunstalten oder auf die Herstellungskosten des Gewinnungsapparats bzw. des Endproduktes. Biokrafstoff, der aus Raps gewonnen wird, sei zum Beispiel wirtschaftlich noch nicht einsetzbar, da die Produktionskosten einfach zu hoch sein, sagen sie. Der Einsatz von Biokraftstoff lohne sich erst, wenn der Preis Öl pro Barrel bei ca. 75$ liegen würde. Zur Zeit (April 2010) liegt der Ölpreis pro Barrel bei über 85$, was dieses Argument der Kritiker locker ausschlägt. Dies wird noch verstärkt, wenn man erst einmal reflektiert was im Sommer 2008 geschah, als der Barrelpreis bei über 120$ lag.