Treibhauseffekt

Eines der wenigen Argumente der „Klimawandelgegner“ ist, dass Klimawandel keine neue Entwicklung seien. In der Erdgeschichte habe es bereits mehrere Zeitperioden gegeben, in denen sich das globale Klima verändert hätte. Das ist vollkommen korrekt! Aaaaber:
Aber:
Klimaschwankungen in prähistorischen Zeiten waren ein Ablauf, der sich über viele Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende, hingezogen haben. Die Pflanzen und Tiere hatten die Chance, sich an die sich verändernde Umwelt anzupassen.
Der Klimawandel, der heute im Gange ist verhält sich da ganz anders! Seit den Zeiten der industriellen Revolution im frühen 20. Jahrhundert ist die globale Durchschnittstemperatur um 0,74° Celsius angestiegen. Das erscheint auf dem ersten Blick nicht viel, aber das Verhalten der Menschen, der Industrie und der Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten hat aus dem knappen Grad Celsius noch einiges heraus geholt. Experten halten es nicht für unmöglich, dass das globale Klima sich bis zum Jahre 2100 um 6,9° Celsius erwärmen könnte. Wenn man sich das mal vor Augen hält, ist das ein Wachstumsschub, im Vergleich zwischen dem 20. Jahrhundert und dem 21. Jahrhundert, um 1.000%. Wird nicht gehandelt und die Temperatur steigt auch nur in ähnlichem Ausmaß zu diesem Wert an, sind verheerende Folgen zu erwarten.

Doch wer ist daran Schuld?

Der Grund für die Erwärmung ist unsere moderne Lebensweise. Für die Produktion unserer Waren werden fossile Brennstoffe – Kohle, Erdgas und Erdöl – verbrannt. Außerdem werden unter anderem zur Papierherstellung riesige Waldflächen abgeholzt und Nutztiere wie Kühe in Massen gehalten.
Das Verbrennen von fossilen Brennstoffen, das Abholzen der Wälder und die Massentierhaltung verursachen die globale Erwärmung durch ein Phänomen, den Treibhauseffekt. Und wir Menschen sind direkt davon betroffen!

Was ist der Treibhauseffekt?

Die Vorgänge zwischen dem Sonnenlicht und der Atmosphäre, die die Erde umgibt sind für Menschen, Tiere und Pflanzen überlebenswichtig!

Auf dem Weg von der Sonne zur Erde durchdringt das Licht die Erdatmosphäre. In der Atmosphäre befindet sich eine Ozonschicht, die die UV-Strahlen der Sonne "filtert". Ist es am Boden angekommen wird der größte Anteil von der Erde absorbiert und erwärmt den Planeten somit auf natürliche Weise.
Der Rest wird zu einem Teil reflektiert und zurückgestrahlt. Allerdings schafft es nicht das ganze zurückgestrahlte Licht zurück in den Weltraum, da es in der Atmosphäre von Gasen wie Wasserdampf und Kohlendioxid zurückgehalten wird, zurück zur Erde strahlt und den Planeten wieder erwärmt. Die dafür verantwortlichen Gase werden Treibhausgase genannt.
Je mehr Treibhausgase (CO2, etc.) also in der Atmosphäre vorhanden sind, desto wärmer wird die Erde.

Was haben wir Menschen mit dem Treibhauseffekt zu tun?

Seit etwa 250 Jahren tritt ein neues Phänomen auf, der „anthropogene Treibhauseffekt“. Die Menschen verstärken durch den Ausstoß von Gasen wie Kohlendioxid (CO2) oder Methan (CH4) den natürlichen Treibhauseffekt so stark, dass die Temperatur über die normalen Werte ansteigt. Dies bringt unser Klimasystem in große Gefahr!

Wie verursachen die Menschen den „anthropogenen Treibhauseffekt“?

Industrie: Für alle Produkte, die hergestellt werden, werden gigantische Emissionen (CO2) freigesetzt. Je mehr Produkte wir also kaufen, desto mehr werden hergestellt und desto mehr Treibhausgase werden in die Atmosphäre gepumpt.
Verkehr: Wenn wir Menschen uns von A nach B bewegen wollen, verursachen wir große Mengen an Treibhausgasen. Egal ob wir uns mit dem Auto, mit dem Flugzeug oder Bus fortbewegen, es wird stetig CO2 ausgestoßen.
Massentierhaltung: McDonald's und Co halten in ihren Mastbetrieben unzählige Rinder. Diese stoßen Unmengen an Methan (CH4) aus. Um dagegen anzukämpfen muss man den Fleischkonsum drastisch reduzieren.
Entwaldung: Jede Minute wird heutzutage Regenwald von einer Fläche von 80 Fußballfeldern abgeholzt! Die Bäume wandeln das CO2 eigentlich wieder zu Sauerstoff um. Doch, wenn sie abgeholzt oder verbrannt werden hinterlassen sie Tonnen an CO2.