Bio-Produkte

Was sind Bio Lebensmittel?

In der EU dürfen Lebensmittel nur als Bio bezeichnet werden, wenn die entsprechenden Standards der Verordnung zum Ökologischen Landbau (EG-Öko-Verordnung) bei der Produktion berücksichtigt werden. Ebenso sind die Betriebe verpflichtet sich Kontrollen zu unterziehen.
Laut der EG-Öko-Verordnung ist es verboten Lebensmittel zu bestrahlen, gentechnisch veränderte Organismen einzusetzen, chemisch-synthetischen Pflanzenschutz zu verwenden und leicht lösliche mineralische Dünger zu verwenden. Außerdem fordert die Verordnung abwechslungsreiche Fruchtfolgen (also keine dauerhaften Monokulturen), eine artgerechte Tierhaltung und die Fütterung mit ökologisch produzierten Futtermitteln ohne Zusatz von Antibiotika.
Öko-Lebensmittel, die nicht aus Deutschland oder der EU stammen, müssen die Anforderungen der EG-Öko-Verordnung erfüllen, wenn sie auf den EU-Markt gelangen.

Wie gesund sind Bio-Lebensmittel?

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Bio-Produkte weniger (bis gar keine) Pflanzenschutzmittel enthalten. Dazu kommen noch die Untersuchungen und Kontrollen der Produkte, die eine dauerhafte gute Qualität gewährleisten.
Nicht-Bio-Produkte enthalten im Durchschnitt 100x mehr Pestizide pro Kilogramm! Die wenigen Pestizide auf den Bio-Lebensmittel sind naturbedingt und in diesen geringen Mengen nicht gesundheitsgefährdend. Die Gefahr von Pestiziden ist manchmal nicht kontrollierbar. Es sind Fälle von nicht zugelassenen Pestiziden bekannt, die auf spanischen Paprikas gefunden wurden. Diese Pestizide sind nicht zugelassen, weil sie dem Menschen große Schäden zufügen können. Und das ist kein Einzelfall! Bei nicht-Bio-Produkten sind schon öfters Überschreitungen der Rückstandshöchstmengen von Pestiziden gefunden worden.
Vorsichtig sein muss der Käufer, wenn er auf ein falsches Öko-Siegel trifft! Den unten gezeigten Siegel kann man in jedem Fall vertrauen.
Wo Öko draufsteht, muss auch Öko drin sein, denn die Begriffe Bio und Öko sind durch die EU geschützt. Das heißt aber nicht, dass es auf dem Bio-Sektor keine Täuscher gibt: Wenn Produkte "aus kontrolliertem Anbau" oder ,,aus umweltschonender Produktion‘‘ sind, "ungespritzt" oder "naturrein", dann handelt es sich nicht unbedingt um Bio-Lebensmittel.

Wie umweltfreundlich sind Bio-Produkte?

Gegenüber dem üblichen Anbau in der Landwirtschaft bringt der ökologische Landbau viele Vorteile mit sich. Die durch die EG-Öko-Verordnung gegebene Pflicht für den Anbau abwechslungsreicher Fruchtfolgen, wirkt dem Aussaugen der Nährstoffe des Bodens entgegen, wohingegen konventionelle Monokulturen dem Boden zu viele Nährstoffe entziehen. Außerdem ist bewiesen, dass der ökologische Landbau die lokale Fauna und Flora stärkt. Biologisch bewirtschaftete Flächen weisen eine viel größere Artenvielfalt auf. So sind dort, unter anderem durch den nicht-Einsatz von Pestiziden, wesentlich mehr Vögel vorzufinden.
Würden Pestizide eingesetzt werden, müssten diese erst hergestellt werden und würden CO2-Ausstöße verursachen. Da dies bei ökologischem Landbau nicht der Fall ist, spart er CO2.
Die artgerechte Tierhaltung ist ebenfalls Sinnvoll, da so die Gesundheit der Tiere gewährleistet wird. Diese benötigen so kaum noch Antibiotika und liefern somit gesundere Produkte wie etwa Milch, Fleisch oder Käse.

Wann ist Bio nicht mehr die umweltfreundlichste Variante?

Manchmal werden Bio-Produkte nicht mehr im Inland, sondern außerhalb, hergestellt. Diese Produkte müssen dann von weit weg erst geliefert werden und bringen durch den Transport viele CO2-Emissionen mit sich. So findet man beispielsweise Bio-Wein heute hauptsächlich in den USA. Dieser muss erst eingeflogen oder eingeschifft werden bevor er gekauft werden kann. Ökologisch sinnvoll ist also die Verbindung von regionalem und ökologischem Anbau. Also: Bio-Produkte aus Deutschland sind (für Deutsche) am umweltfreundlichsten!