Müllhalde Meer

Meeresexperten der Zeitschrift GEO berichteten in ihrem Magazin 3/04, dass im Nordpazifik ein Müllteppich von der Größe Mitteleuropas herumschwimmt. Dieser Müll, der zum größten Teil aus Plastik besteht stammt z.T. sogar noch aus den 50er-Jahren, in denen die Plastikproduktion in Massen begann und nimmt in seiner Masse das sechsfache Gewicht des natürlichen tierischen Planktons, der Grundlage des maritimen Nahrungsnetzes, ein.

Toxic Garbage Island Episode 1 from VBS.TV on Vimeo.

Der pazifische Müllteppich

Wir reden hier übrigens von einer Masse von drei millionen Tonnen. Das ist viel. Richtig viel!
Bekannterweise benötigt Plastik mehrere hundert Jahre bis es sich auf natürliche Weise zersetzt, doch das erfolgt in diesem Fall in einem wesentlich kürzeren Zeitraum von nur wenigen Jahren. Gute Sache? Nö. Überhaupt nicht.
Denn die Stoffe, die beim Zersetzen des Plastiks freigesetzt werden, scheinen hochgiftig zu sein. Nach japanischen Studien reichert sich das Gift in der Nahrungskette an und vergiftet die Konsumenten (uns! dich! alle, die du lieb hast!). So kann sogar Krebs entstehen. Die einzigen, die von den Plastikabfällen profitieren, sind die Quallen, die selbst gravierende Umweltschäden anrichten, aber das ist eine andere Geschichte. Die meisten anderen Tiere, die den Müll für Nahrung halten, verenden durch ihn qualvoll.
Der Müll kommt übrigens nicht nur aus der Region, sondern wird durch die Meeresströmung aus der ganzen Welt gesammelt und durch gigantische Strudelbewegungen im Nordpazifik aufgehäuft. Mindestens 16 Jahre verweilt er dann dort bis er seine Reise durch die Meere dieser Welt wieder antritt.